Spex-Live! Dan Black, Ali Love & “Symphonies”

Nur weil alle Mitmacher seit Tagen mit Erkältung flachliegen, heißt das nicht, dass “annie” flachliegt. Mit großer Verspätung berichten wir über die Spex-Live!-Nacht in München, die am 9.9.11 im Ampere/Muffatwerk stattfand. Gäste des Abends waren Miracle Fortress, Sparrow & the workshop, Dan Black und Ali Love. Angefangen mit den beiden sympathischen Jungs von Miracle Fortress, weiter zu Sparrow,  die mit atmosphärischem Sound begeisterten. Gefolgt von einem dünnen, aber melodisch-elektronischem Dan Black. Erwartetes Schlusslicht: der charismatische Ali Love, der mit Live-Begleitung Ben die mittlerweile stark angeschwollene Crowd in elektrische Hochstimmung versetzte. Wir hatten ihn zwar erst vor Kurzem im Interview, aber als wir ihm zufällig über den Weg liefen, kamen wir nicht umher, ein bisschen mit ihm zu quatschen. Aus diesem “bisschen” wurde ein 1-stündiges Interview, bei dem sich ein verträumter Ali immer wieder in Nebensächlichkeiten verstrickt. Macht nichts, wir folgten dem Spektakel. Was Ali zu sagen hatte, lest ihr hier:

 

Annie: Im Rückblick, würdest du sagen, dass deine Karriere perfekt gelaufen ist?
Ali: Nein, es ist einfach so passiert und hat sich auch erst nur auf mein Umfeld ausgewirkt. Ich hatte hauptsächlich eine schöne Zeit, Spaß mit Freunden, Musik gespielt. Und als ich dann als Solo-Künstler an ein Major-Label gekommen bin, hat sich dies eben so entwickelt.
Sonst wäre ich eher im Underground geblieben. Ich interessiere mich nicht mehr wirklich für  Kommerz. Klar gab es eine Zeit, aber auch nur, weil ich gerne catchy Popsongs schreibe, Lieder, die in Erinnerung bleiben.

 

Annie: Gibt es noch Träume und Pläne, die du als kleiner Junge hattest, welche du dir noch gerne erfüllen möchtest?

Ali: (überlegt lange) Nun, ich hätte gern ein Haus über den Wolken. Einen “Sky Palace”! Das wäre schön! (lacht)

 

Annie: Wann hast du das erste Mal gemerkt, dass du von anderen Künstlern richtig ernst genommen wirst?
Ali: Hm, ich weiß nicht. ..Ich denke, die Jahre waren gut, weil ich viele Kollabos gemacht habe, u.a. mit Justice. Aber ich finde, ich sollte aufhören damit, da man sich sonst leicht verzettelt. Macht das Sinn? Vielleicht, ich weiß nicht.  Ich fühle mich jedenfalls selbstsicherer als früher. Mein Aussehen hat sich verändert,  seit ich vor kurzem vom Burning Man- Festival, Nevada, zurück gekehrt bin.  Die zeigen dort eine ganz andere Seite des Lebens, sehr cool.

 

Annie: Das Wort “Liebe” swcheint dir sehr wichtig zu sein (siehe Name, Albumtitel etc.) : Bist du ein Rationalist oder eher ein Gefühlsmensch?`

Ali: Ein Gefühlsmensch. Nun, ich werde von rationalen Gefühlen geleitet. Ich würde niemals etwas sehr Idiotisches tun. Was ich aber machen will, das tu ich auch. Ich bin froh, dass ich das tun kann, was ich auch wirklich liebe. Ich will so viel wie möglich erleben. Ich habe großes Mitgefühl mit Menschen aus aller Welt. …Musik kann dein ganzes Leben gestalten und auch bestimmte Erinnerungen und Gefühle hervorkommen lassen, das macht mich froh. Ich will kein Star sein, ich will einfach nur Gutes tun, Musik machen, meine Freunde und auch mich glücklich machen.

 

Annie: Du hättest also lieber ein Leben ohne Publicity? Oder doch im Rampenlicht?

Ali: Ich mag es, wenn mich Leute mögen, die ich bewundere, also wenn ich in meinem Umfeld respektiert werde und auch von den “party people”. Aber der Mainstream ist etwas, das ich, um ehrlich zu sein, “grotesk” finde.

 

Annie: Nun, kommen wir zu Mode: Beeinflusst deine Musik auch deinen Style?

Ali: Ich mag sehr ausgefallene Klamotten, Hippie-Sachen, etc. Überall, wo ich hingehe, kaufe ich mir erstmal die merkwürdigsten Dinge. Vor Kurzem erst: einen russichen Pilotenanzug; aber auch viele Hüte, Helme…

 

Annie: Beeinflusst dich auch deine Freundin? (Mischa Barton)

Ali: Nun, Mischa ist nicht mehr meine feste Freundin. Wir gehen noch ab und zu aus und wenn wir uns sehen, ist es immer nett. Wir waren zu beschäftigt und ich wollte nicht nach L.A. ziehen. Im Moment bin ich gerne single.

 

Annie: Du scheinst Europa mehr zu mögen als Amerika, stimmt’s?

Ali: Nun, London ist im Moment etwas merkwürdig. Ich habe die “riots” verpasst, zu dieser Zeit war ich noch in New York, danach Hamburg, demnächst geht es weiter nach Ibiza…. Ich hasse europäische Winter. Aber ihr hattet auch einen schlechten Sommer. (schweift ab)

 

Annie: Zurück zur Mode: Kannst du einen deutschen Shop besonders empfehlen?

Ali: Nun, Deutschland ist nicht wirklich mein Gebiet. Aber ich kann einen Shop in London empfehlen: Mrs. Jones (Hackney Road) Dort gibt gibt es viele ausgefallene Sachen, besonders diese indianischen. Ich habe da auch meine Wolfskappe gekauft. Die wurde extra für mich gestaltet, es werden nur 2 pro Jahr hergestellt. Ich finde es großartig, wenn man Dinge sieht und kauft, die einmalig in der Welt sind.

 

Annie: Warst du schon in München shoppen?

Ali: Nein. Nun, ich war schon ein paar Mal in München, habe aber meist nur die Clubs und Hotels von innen gesehen.

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